Schweiz

Autobahnkreuz Chiasso Brogeda TI: Zwei Rumänen mit Drogen im Auto erwischt

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Eidgenössische Zoll- und Grenzschutzamt (EZV) teilen mit, dass am 22.05.2024 ein 34-jähriger Mann und ein 22-jähriger Mann, beide rumänische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Rumänien, festgenommen wurden. Die beiden waren in einem Auto mit rumänischen Kennzeichen auf dem Weg nach Italien und wurden am Autobahnkreuz Chiasso Brogeda von Mitarbeitern der UDSC angehalten.

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Le Landeron NE: Verletzt nach Kollision zwischen zwei Autos

Am Donnerstag, 23. Mai, um 17:35 Uhr, fuhr ein von einer 58-jährigen Frau aus Le Landeron gelenktes Auto auf der Rue de la Ville in Le Landeron in südlicher Richtung mit der Absicht, auf die Route de Berne zu wechseln. An der Kreuzung kam es zu einer Kollision mit dem Auto, das von einer 22-jährigen Frau aus Le Landeron gelenkt wurde, die auf der Route de Berne in Richtung Pont de St-Jean unterwegs war.

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A2 / Sopraceneri TI: Vier Autos auf der Autobahn gestoppt - Geldstrafe

Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurden am 22.05.2024 in der Region Sopraceneri vier ausländische Autofahrer angehalten, die an einer bekannten Rallye mit grossen Autos durch Europa teilnahmen. Da die Fahrzeuge erwartet wurden, wurde auf der Autobahn A2 eine spezielle Vorrichtung eingerichtet, um mögliche Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.

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Stadt Bern BE: Aktion gegen Vermögensdelikte und Betäubungsmittel

Die Kantonspolizei Bern führt seit Dienstag eine gezielte Aktion gegen Vermögensdelikte und den Betäubungsmittelhandel an verschiedenen Brennpunkten in der Stadt Bern durch. Dabei wurden bislang 66 Personen angehalten, wobei es auch zu Behinderungen der Polizeiarbeit kam. Die Aktion wird weitergeführt.

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Stadt Luzern LU / Autobahn A2: Kollision zwischen Lastwagen und Auto

Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden ist es kurz vor dem Mittag nach dem Reussport-Tunnel zu einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Verletzt wurde beim Unfall niemand. Auf der Autobahn A2 kam es wegen des Unfall zu Verkehrsbehinderungen.

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Instandsetzungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel auf Kurs

Im Gotthard-Basistunnel schreiten die Instandsetzungsarbeiten wie geplant voran. Derzeit ist die Montage des neuen Spurwechseltors in der Multifunktionsstelle Faido im Gang. Damit ist ein Meilenstein bei der Instandsetzung des Tunnels erreicht. Die SBB geht weiterhin von einer vollständigen Wiederinbetriebnahme im September 2024 aus. Ab diesem Zeitpunkt kann auch der vollständige Halbstundentakt auf der Gotthard-Achse eingeführt werden.

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Wassen UR / Autobahn A2: Verkehrsunfall zwischen mehreren Fahrzeugen

Am Mittwoch, 22. Mai 2024, kurz nach 08.30 Uhr, fuhr ein 90-jähriger Fahrzeuglenker in seinem Personenwagen mit Schwyzer Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süd. Aus bisher unbekannten Gründen fuhr er bei stockendem Verkehr rückwärts und kollidierte Folge dessen mit der Fahrzeugfront eines Personenwagens mit Luzerner Kontrollschildern.

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Schöfflisdorf ZH: Auto stürzt auf Gleise - Lenker (60) schwer verletzt (Video)

Bei einem Selbstunfall ist am Dienstag (21.05.2024) ein Auto auf das Bahntrassee gestürzt – der Lenker wurde schwer verletzt. Kurz nach 14:45 Uhr fuhr ein 60-Jähriger mit seinem Auto auf der Wehntalerstrasse von Oberweningen in Richtung Dielsdorf.

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Schutz und Rettung Bern: Einführungskurs - Umgang mit Motorspritzen

Am zweiten und dritten Einführungskurs übten die Rekrutinnen und Rekruten der Berner Milizfeuerwehren einerseits den Umgang mit verschiedenen Motorspritzen: Ansaugen ab Gewässer und Einspeisen ab Hydrant standen auf dem Programm. Anderseits lernten sie die Mehrzweckfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge der verschiedenen Feuerwehren kennen.

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Schüpfheim LU: 32 Polizisten der Luzerner Polizei feierlich vereidigt

Regierungsrätin Ylfete Fanaj hat gestern Nachmittag 32 neue Polizistinnen und Polizisten vereidigt. Zahlreiche Angehörige und Interessierte verfolgten die feierliche Zeremonie. Am Donnerstag (23. Mai 2024) fand im Adler-Saal in Schüpfheim die Vereidigung von fünf Polizistinnen und 27 Polizisten der Luzerner Polizei statt.

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A1 bei Grauholz BE: Männer flüchten in gestohlenem Auto vor Polizei

Am Mittwochabend hat sich ein Auto auf der A1 auf Höhe Grauholz einer Kontrolle entzogen und ist vor der Polizei geflüchtet. Das Fahrzeug konnte schliesslich beim Bahnhof Wankdorf vorgefunden werden. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden angehalten und vorläufig festgenommen. Ihnen werden diverse Delikte zur Last gelegt. Weitere Ermittlungen zu den Ereignissen sind im Gang.

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Le Col-des-Roches NE: Zwei Personen nach Kollision verletzt

Am Donnerstag, 23. Mai 2024, gegen 08:10, fuhr ein Fahrzeug, das von einer 48-jährigen Einwohnerin von Chambrelien gelenkt wurde, auf der Strasse zwischen Le Prévoux und Le Locle. An der Kreuzung mit der Umgehungsstraße zwischen Col-des-Roches und Le Locle kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das regulär in die entgegengesetzte Richtung fuhr und die Absicht hatte, nach Le Locle zu fahren.

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Lausanne VD: Drogenhandel - Grosse Polizeiaktion - 39 Personen festgenommen

Am Dienstag, den 14. Mai 2024, organisierten die Kantonspolizei Waadt, die Stadtpolizei Lausanne und die Staatsanwaltschaft eine grosse Operation im Zusammenhang mit dem Handel mit Betäubungsmitteln in einem Gebäude in der Rue de Genève in Lausanne, die zur Festnahme von 39 Personen führte. Bei dieser Gelegenheit wurden mehr als ein Kilogramm Kokain sowie rund 48'000 Franken Bargeld beschlagnahmt.

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Stadt Genf GE: Die Ombudsstelle der Polizei ändert ihren Namen

Um ein besseres Verständnis für die Aufgabe der Ombudsstelle der Polizei zu schaffen, änderte der Staatsrat ihren Namen in "organe de médiation indépendante entre la population et la police (MIPP)" (übersetzt: "Organ für die unabhängige Vermittlung zwischen der Bevölkerung und der Polizei" - Anm. d. Redaktion). Der neue Name, der ab sofort gilt, betont die Neutralität des Ombudsorgans und erinnert daran, dass es sich um eine unabhängige Stelle der Polizei handelt, die sich sowohl an die Bevölkerung als auch an die Angehörigen des Polizeikorps im Rahmen ihrer Interaktionen wendet.

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Bezirk Dietikon ZH: Mehrere Sportwagen aus dem Verkehr gezogen

Die Kantonspolizei Zürich hat während rund vier Wochen im Limmattal über 80 Sportwagen sowie dessen Insassen kontrolliert und über ein Dutzend Fahrzeuge ausser Verkehr gesetzt. Zwischen dem 25. April und dem 17. Mai 2024 haben Polizistinnen und Polizisten 83 Sportwagen angehalten und diese einer genaueren technischen Kontrolle unterzogen.

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Männedorf ZH: Zürcher Staatsanwaltschaft beantragt U-Haft für 19-Jährigen

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat beim Zwangsmassnahmengericht heute Untersuchungshaft für den mutmasslichen Täter des Tötungsdelikts von Männedorf beantragt. Am Dienstagabend (21.05.2024) ist in Männedorf eine Frau von einem Mann angegriffen und tödlich verletzt worden (Polizei.news berichtete).

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Stadtpolizei Zürich stellt über 1 Million Franken und Euro sicher

Am Mittwochmittag, 15. Mai 2024, wurde eine Rentnerin nach einer telefonischen Geldforderung misstrauisch, reagierte richtig und wählte die Notrufnummer 117. Die Stadtpolizei Zürich nahm die Ermittlung auf, stellte in der Folge zusammen mit der Staatsanwaltschaft Zürich Sihl Bargeld im Gesamtwert von über 1 Million Franken sicher und nahm mehrere Personen fest.

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Lausen BL: Einschleichdiebstahl in EFH - Libyer (37) festgenommen

Am frühen Sonntagmorgen, 19. Mai 2024, kurz nach 04.00 Uhr, fand an der Industriestrasse in Lausen BL ein Einschleichdiebstahl in einem Einfamilienhaus statt. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge einen der beiden mutmasslichen Einbrecher mit Unterstützung von Diensthund „Clay“ festnehmen. Die Staatsanwaltschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.