Facebook will Internet weltweit ermöglichen

Facebook will Internet weltweit ermöglichen
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Das grösste soziale Netzwerk möchte nicht nur Internetnutzer mit einem vorhandenen Anschluss vernetzen, sondern auch den Menschen die Möglichkeit des Internets bieten, die aufgrund ihres abgelegenen Wohnortes gar nicht erst online gehen können.

Der futuristische Ansatz soll durch Drohnen, Satelliten und Laser ermöglicht werden. Was sich ultramodern anhört, könnte aufgrund der Finanzstärke von Mark Zuckerbergs Facebook sogar völlig im Alleingang umgesetzt werden.

Zuckerberg bestätigt Gerüchte um modernste Internet-Technologien

Die Bestätigung der Drohnen-Gerüchte erfolgte von Facebook-Gründer und -Geschäftsführer Mark Zuckerberg höchstpersönlich. Seinen Aussagen nach arbeitet das soziale Netzwerk aktuell mit der US-Weltraumagentur NASA zusammen, um Drohnen rund 20 Kilometer über den Erdboden kreisen und über moderne Laser vernetzen zu lassen. Während die Drohnen das Signal aufnehmen, wird es durch die eingesetzten Laser an die Geräte am Boden transportiert. Empfänger sollen, so zumindest die aktuellen Pläne, Regionen sein, die aktuell gar nicht auf Breitbandinternet zurückgreifen können.

Das Projekt wird von einer Partnerorganisation von Facebook, Internet.org, betrieben. Die Organisation wurde von Zuckerberg persönlich ins Leben gerufen, um Internet auch in Entwicklungsländern beziehungsweise sehr entlegenen Regionen zu ermöglichen. Die drahtlosen Internet-Anschlüsse sollen entweder kostenfrei oder nur gegen eine sehr geringe Gebühr zur Verfügung gestellt werden und dazu dienen, elementare Dienste aus dem Internet und freie Informationsbeschaffung zu ermöglichen. Als Beispiel nennt die Organisation einen uneingeschränkten Zugriff auf Wikipedia, aktuelle Wetter-Vorhersagen, Nachrichtenportale oder, in Anbetracht ihres Gründers, das soziale Netzwerk Facebook.

Derartige Dienste sollen nach aktuellen Plänen völlig kostenfrei bereitgestellt werden. Wer seinen Internetanschluss ausgiebiger nutzen möchte, beispielsweise um online Spiele zu spielen oder Filme zu schauen, muss für die Extraleistungen bezahlen. Facebook und Mark Zuckerberg möchten also in erster Linie eine elementare Struktur erschaffen, die in Entwicklungsländern kostenfreies Internet ermöglicht, sich zugleich aber über Premium-Dienstleistungen finanziert, die von anspruchsvollen Internet-Nutzern wahrgenommen werden.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]

Facebook will neue Nutzer aus entlegenen Regionen gewinnen (Bild: JuliusKielaitis / Shutterstock.com)

Facebook will neue Nutzer aus entlegenen Regionen gewinnen (Bild: JuliusKielaitis / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Mobilfunkanbieter zeigen sich kritisch

Schon im Februar hatte Zuckerberg sein Projekt beim Branchentreff Mobile World vorgestellt, wo sich von Telekom bis zu Vodafone alle führenden Mobilfunkanbieter treffen, um über Neuheiten und Netzausbau in der Kommunikationsbranche zu diskutieren. Bei dem Kongress in Barcelona konnte Zuckerberg aber nur wenige Stimmen für sich gewinnen. Vor allem die Vertreter der Telekom-Konzerne zeigten sich, vorsichtig ausgedrückt, eher zaghaft gegenüber dem Projekt. Sie fürchten hohe Kosten für den Netzausbau und die Inbetriebnahme der Drohnen.

Dieser vorsichtigen Haltung kann im Gegenzug natürlich entgegnet werden, dass die Mobilfunkanbieter einfach keinen neuen „Big Player“ in ihrer Branche wünschen. Durch die offizielle Ankündigung von Facebook, mit der das Projekt auch für die breite Masse geöffnet wurde, zeigt sich aber auch, dass Facebook durchaus in der Lage wäre, das Projekt allein umzusetzen. Wie die letzten Einkäufe von Facebook (Whatsapp und Oculus Rift) zeigten, ist das Unternehmen durchaus gewillt, für moderne Projekte, Unternehmen und Produkte sehr viel Geld in die Hand zu nehmen – auch weil dieses dank steigender Einnahmen aktuell schlicht vorhanden ist.

Facebook selber geht mit dem Projekt zwar neue Wege, ist auf diesen aber keinesfalls allein. Denn auch Konkurrent und Internetgigant Google möchte mit seinem „Project Loon“ Internet in Entwicklungsregionen ermöglichen. Während Facebook mit Drohnen und Lasern arbeitet, vertraut Google bei dem Projekt auf den Einsatz riesiger Ballons mitsamt Antennen. Welche Variante wirklich besser ist, kann zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht gesagt werden, da beide Unterfangen in ihren Kinderschuhen stecken.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_video link=“http://www.youtube.com/watch?v=B5qYq0rqDWc“][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Neue Nutzer aus entlegenen Regionen gewinnen

Natürlich ist Facebook auch immer noch ein börsennotiertes Unternehmen und handelt auch dem eigenen Zwecke nach. Grund für den Ausbau des Internets in Entwicklungsländern dürften die stagnierenden Nutzerzahlen des sozialen Netzwerks sein. Während diese in den letzten zehn Jahren nahezu explodiert sind, hat Facebook mittlerweile nahezu alle willigen User aus (West-)Europa und den USA abgefangen. Das prozentuale Wachstum der Nutzerzahlen ist daher seit geraumer Zeit auch eher als stagnierend zu bezeichnen.

Durch die Vernetzung von Entwicklungsländern könnte sich das schlagartig ändern, denn in diesen können sich Milliarden von Menschen gar nicht erst bei Facebook registrieren, da sie keinen Zugang zum Internet haben. Statistiken von Facebook besagen, dass rund zwei Drittel der Weltbevölkerung aktuell keinen Zugriff auf das Internet haben – für europäische Verhältnisse eine nahezu unvorstellbar hohe Quote.

Zugleich wird vonseiten Facebooks und der Organisation Internet.org aber stets betont, dass das soziale Netzwerk in naher Zukunft wohl kein Geld in Entwicklungsländern verdienen werde. Grund sei der schwache Anzeigenmarkt in den Entwicklungsländern. Unternehmen seien hier kaum gewillt, Anzeigen im sozialen Netzwerk zu schalten, auch weil in den meisten Fällen das Budget gar nicht vorhanden sei. Die Unterschiede in der Finanzkraft zwischen Unternehmen in Entwicklungsländern und in der westlichen Welt seien schlicht zu gross. Zugleich würden die gesteigerten Nutzerzahlen dennoch einen positiven finanziellen Wert einnehmen, wenn auch nur über einen Anstieg des Börsenkurses von Facebook.

 

Oberstes Bild: Facebook will Internet weltweit ermöglichen (Bild: Toria / Shutterstock.com)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!


    Trackbacks

    1. Dies diesjährige re:publica im Eventbericht › events24.ch
    2. So gelingt die Wohltätigkeitsveranstaltung – Teil 4: Machen Sie Ihr Event bekannt › events24.ch
    3. business24 › Zukunftsforschung: Heute die Zukunft gestalten

    Ihr Kommentar zu:

    Facebook will Internet weltweit ermöglichen

    Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.