DE | FR | IT

Situation auf den Nationalstrassen – Massnahmen für den Schwerverkehr auf der A2

Aufgrund der Unwetter der vergangenen Wochenenden musste nach der A13 im Misox am Samstagnachmittag auch der Simplonpass zwischen der Passhöhe und Simplon-Dorf gesperrt werden.

Auch die A9 im Kanton Wallis war von Hochwasser betroffen und ist punktuell noch gesperrt. Die Sperrungen der A13 und des Simplon-Passes haben auch Einfluss auf die A2 am Gotthard. Das ASTRA hat heute zusätzliche Massnahmen beschlossen, um den Verkehr so verlässlich wie möglich abzuwickeln.

Die starken Niederschläge am vergangenen Wochenende haben am Simplonpass bei der Galerie Engi zu Murgängen geführt. Noch am Sonntag konnten die Räumungsarbeiten beginnen. Dabei wird der Strassenraum von Material befreit und gereinigt. Zudem läuft aktuell eine vertiefte Bestandesaufnahme allfälliger Schäden an der Infrastruktur sowie des Risikos weiterer Murgänge in der Region. Parallel dazu werden entlang des Strassenraums zusätzliche Holzstützen als Sofortmassname eingebaut, wodurch die Galerie widerstandsfähiger wird. Die Räumungsarbeiten können voraussichtlich am Freitag abgeschlossen werden. Eine Eröffnung des Abschnittes erfolgt, sobald er sicher betrieben werden kann. Je nach Witterung oder bei Gefahr vor weiteren Murgängen müssten die Arbeiten unterbrochen werden. Bis zur Eröffnung bleibt die Strasse zwischen der Passhöhe und Simplon-Dorf in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Strecke zwischen Brig-Ried und der Passhöhe sowie zwischen Simplon-Dorf und Gondo ist für den Verkehr geöffnet.

Nach den starken Niederschlägen ist im Wallis die Rhone an mehreren Stellen über die Ufer getreten und hat Teile der A9 überschwemmt. Bis heute Abend ist die A9 zwischen Lausanne und Brig wieder vollständig geöffnet. Einzig der Anschluss Sierre-Ouest bleibt aufgrund von Hochwasser noch bis zur zweiten Wochenhälfte gesperrt.

Auf die Wiederinstandsetzungs-Arbeiten an der A13 zwischen Lostallo und Mesocco hatten die Unwetter nur geringen Einfluss. Die Eröffnung der A13 mit je einer Spur pro Fahrtrichtung am 5. Juli 2024 ist weiterhin realistisch. Nach aktuellem Stand kann die Strasse um 05.00 Uhr dem Verkehr freigegeben werden.

Mehrverkehr auf der A2 spürbar

Die Einschränkungen auf den Alternativrouten sowie am Sonntag am Gotthard-Pass führte zu Mehrverkehr durch den Gotthard-Strassentunnel. Auch auf das Stauaufkommen hatte dies spürbaren Einfluss:

Nordportal:

  • Samstag, 29.06.2024: 3 km
  • Samstag, 01.07.2023: 6 km
  • Sonntag, 30.06.2024: 8 km
  • Sonntag, 02.07.2023: 3 km

Südportal:

  • Samstag, 29.06.2024: 7 km
  • Samstag, 01.07.2023: 3 km
  • Sonntag, 30.06.2024: 13 km
  • Sonntag, 02.07.2024: 4 km

A2: Massnahmen zur verlässlichen Abwicklung des Schwerverkehrs

Das ASTRA hat heute zusätzliche Massnahmen beschlossen, um den Schwerverkehr auf der A2 so verlässlich wie möglich abzuwickeln. Wenn immer möglich soll der Schwerverkehr auf der A2 wie gewohnt fahren können. LKW werden an den Dosierstellen angehalten und „dosiert“ in den Gotthard-Strassentunnel gelassen. Erreicht der Stau vor dem Nord- oder Südportal die Länge von 8 Kilometer, wird der Schwerverkehr in den Schwerverkehrskontrollzentren Ripshausen UR oder Giornico TI angehalten. Nimmt der Stau wieder ab oder sind die Warteräume in den Zentren über 80 Prozent gefüllt, wird wieder der Regelbetrieb aufgenommen.

Damit die angehaltenen Lastwagen wieder Zeit gewinnen, wird das Nachtfahrverbot ab Ripshausen in Fahrtrichtung Süd bzw. ab Giornico in Fahrtrichtung Nord um eine Stunde gekürzt. LKW, die über Nacht in den Kontrollzentren stehen, können jeweils schon um 04.00 Uhr anstatt 05.00 Uhr die Weiterfahrt antreten. Für die Einhaltung der Arbeits-, Lenk- und Ruhezeitvorschriften sind die Fahrzeuglenkenden selbst zuständig.

Weiter hat das ASTRA beschlossen, den S-Verkehr (Binnengüterverkehr) seit Montagmorgen zusätzlich zu priorisieren. Der Schwerverkehr fährt weiterhin durch die beiden Kontrollzentren, wird dort aber bevorzugt behandelt.

Diese Regelungen gelten ab Mittwoch, 03. Juli 2024 bis vorerst am 16. Juli 2024. Bis dahin wird die A13 sowie die Simplon-Route wieder in Betrieb sein. Dies wird die Verkehrssituation auf der A2 am Gotthard wieder normalisieren.

Auf eine ausgedehntere Verkürzung oder auf eine komplette Aufhebung des Nachtfahrverbots wird bewusst verzichtet. Dies hätte zur Folge, dass die Schweiz für den Schwerverkehr attraktiver würde, was nicht mit den geltenden Gesetzen vereinbar wäre. Die nun getroffenen Massnahmen stellen einen Kompromiss dar, mit dem Schwerverkehr in dieser Situation möglichst zuverlässig abgewickelt werden kann.





 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Bildquelle: Bundesamt für Strassen ASTRA

Für Graubünden:

[catlist name="gr" numberposts=6 thumbnail=yes orderby=rand]
[catlist name="ch" numberposts=1 thumbnail=yes orderby=rand]

Was ist los im Kanton Graubünden?

Melden Sie sich hier bei der Facebook-Kantonsgruppe an!
[xcatlist name="graubuenden" numberposts=24 thumbnail=yes]